Helen Efe  Doghor - Hötter
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Einen weiteren Schwerpunkt ihrer neueren Kunst hat Doghor-Hötter auf Skulpturen gelegt. Hier ist das Motiv der Maske wieder stark ausgeprägt. Die kleinen in Eisen und teilweise aus Schrott gefertigten Werke strahlen in ihrer Minimierung auf die Grundformen eine überraschende Präsenz und Heiterkeit aus.

Ralf Rohrmoser von Glasow in: Kölner Stadt-Anzeiger 1999

 

Grenzgängerin der Kulturen

Die ursprünglich aus einem kleinen Dorf in Nigeria stammende Künstlerin lebt mittlerweile in Köln, ist also durchaus Grenzgängerin der Kulturen. Fasziniert von dem kulturellen Reichtum afrikanischer Riten und Traditionen, hat sie sich allerdings selbst von diesem Hintergrund gelöst: “Meine Bilder sind keine magischen Gegenstände, sondern Produkte meines eigenen Geistes, meines erblich oder wie auch immer bedingten Talentes.“  Die religiösen Überzeugungen anderer Afrikaner respektiere sie dabei aber durchaus, betonte sie.  

Barbara Kraupa in den Nürnberger Nachrichten 1999  

 

Helen Efe Doghor-Hötter kommt aus der Tradition der starken, selbstbewussten Frauen Westafrikas. Ihre Frauenbilder drücken diese Stärke durch kraftvolle Linien und intensive Farben aus, ohne die schwierige persönliche Situation zu leugnen, in der sich die Frauen, insbesondere in den Ländern der sogenannten Dritten Welt, häufig befinden. Ein herausragender Aspekt ihrer Arbeiten ist die traditionelle Maske. Masken sind Abschreckungsobjekte, Schutzschilde gegen die Außenwelt, Geister und Dämonen, die Feinde schlechthin. Sie sind aber auch Medium zur Entfaltung nicht gelebter Phantasien, uneingestandener Gefühle, verheimlichter Eigenschaften. Obwohl die Masken in Doghor-Hötters Bildern häufig ihrer spirituellen Bedeutung verlustig gegangen sind, haben sie als afrikanische Kunstform von großer ästhetischer Schönheit besonderen  künstlerischen Wert und dienen ihr zur Illustration der menschlichen Existenz und Situation.  

Monika Idehen, Journalistin und Ausstellungsmacherin, 

Vorwort zur Ausstellung  ABAFAZI, EAM-Halle, Kassel  

 

Born and brought up in Aladja, mid-western Nigeria, Helen Efe Doghor-Hötter’s work consists of masks, notables and practice of African traditional religion which plays a major role in her art.Digging deep into the strange forms and shapes of these traditional sculptures, she recreates the symbolic expressions of the MASK through her very perculiar form of artistic impression. Using the MASK to illustrate human existence and situation, she attempts to perpetuate her spiritual contact with the african culture  and transposes it on the canvas to reveal her cultural heritage. Like the carvers of religious and ceremonial figures, she chisels her masks with strokes of her brush dipped in yellows,ochres and browns. As a custodian of the African culture she is imbued with, she penetrates the magic world of the traditional “masquerade“ and brings out it’s poetry and symbolism. The backbone of Doghor-Hötter’s career as a fully-fleged international artist was established in Germany where, since 1991, she has had several exhibitions. Her other achievements include exhibitions in Nigeria, Belgium and London. 

AFRICA ABROAD , London 1994

 

Her work is simplistic in composition which combines a palette of traditionally warm colours of Africa and sombre greys and the effect is a collection of both melancholic and striking exhibits.

Helen Kolawole in  The Weekly  journal, London 1994