Helen Efe  Doghor - Hötter
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Seit  November 2009 sind bis Februar 2010  drei  Odokos an der Fassade und im Garten des osteuropäischen Kulturzentrums IGNIS zu sehen. Eine der 3 Echsen wurde eigens für die Gemeinschaftsausstellung hergestellt, die am 6. November durch den Leiter des Kulturamtes Köln, Dr. Schmidt-Werthem, und den polnischen Konsul Jakub Wawrzyniak eröffnet wurde .

Die einführenden Worte sprach Herr Janusz Pac-Pomarnacki. Hier ein Auszug aus seiner Rede:

"Für die heutige Ausstellung haben wir drei zoomorphische Gestalten ausgewählt. Sie heißen Odokos.

Diese drei Ungeheuer lauern auf den Wänden der Villa. Sie lauern nicht auf uns. Sie lauern auf unsere Feinde, auf ein schleichendes Unglück, auf drohende Gefahr. Sie werden uns gegen alle Widrigkeiten des Lebens verteidigen.  Sie beschützen uns. Sie heißen Odoko und in der Sprache Urhobo  bedeutet das Wort  Echse.  Die Fantasie der Künstlerin ließ sie so gewaltig wachsen. Normalerweise sind die Odokos nicht so riesig. Sie leben auf Mauern und Wänden und ernähren sich von Insekten, von Schädlingen. Die Legenden und der Volksglaube sehen in diesen Echsen nicht nur einen Verbündeten des Menschen, sondern erklären sie zum Beschützer, einen Schutzpatron der Menschen.

Sie könnten schnell sein, wenn es seien müsste, aber man assoziiert sie mit einer Bewegungslosigkeit. Sie brauchen keine Bewegungen, keinen Wechsel. Sie sind etwas Festes, Unerschütterliches. Ihre Anwesenheit alleine garantiert uns Schutz und Geborgenheit. Sie vertreiben alle böse Geister nur dadurch, dass sie da sind.

Es ist gut so. So soll es ewig bleiben. Wir möchten keine Änderungen. Und keine Eile, keine Hektik. Die sichere Ordnung der Welt  ist gewährleistet und wir können die Ruhe genießen. Man könnte das Paradies nennen. Gelobt sollen sie sein - die liebenswerten Ungeheuer. "